Casino Guthaben ohne Einzahlung Österreich 2026 — was bleibt erlaubt
Stand der Daten: 22 Oktober 2026 · abgeglichen mit den Angaben auf win2day sowie den Veröffentlichungen des Bundesministeriums für Finanzen.

Wer in Österreich nach „Casino Guthaben ohne Einzahlung“ sucht, landet fast immer zuerst bei Bonusversprechen ausländischer Plattformen — Malta-Lizenz, Willkommenspaket ohne Einzahlung, „gratis Startguthaben“. Das klingt nach Geschenk, ist juristisch aber eine andere Geschichte: Das Glücksspielgesetz kennt für Online-Glücksspiel eine Konzession, und die hält im Inland ein einziger Anbieter. Die Frage „Wo gibt es das?“ hat hier eine deutlich kürzere Antwort als in Deutschland oder der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis
- Das Ranking: zehn Anbieter, ein erlaubter
- Wie „Guthaben ohne Einzahlung“ in Österreich überhaupt funktioniert
- Die Rechtslage: Konzession, OGH, Novelle
- Spielerschutz: was win2day vorschreibt — und was nicht
- Ein- und Auszahlungen: was bei win2day technisch läuft
- Was ein Bonus auf win2day tatsächlich kostet
- Was die anderen Marken für Österreicher bedeuten
- Wer wo spielen sollte — und wer nicht
- Häufige Fragen
Das Ranking: zehn Anbieter, ein erlaubter
Die folgende Tabelle zeigt, welche Marken einem österreichischen Spieler tatsächlich begegnen — und wer von ihnen hier überhaupt Casino-Spiele im Internet anbieten darf. Sie ist keine Empfehlung und keine Rangliste nach Spielwert, sondern eine Übersicht des Marktes, wie ihn das Glücksspielgesetz und die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs heute zeichnen.

| Marke | Status in Österreich | Konzession | Gerichtliche Vorgeschichte | Casino-Guthaben ohne Einzahlung? |
|---|---|---|---|---|
| win2day | einziger Inhaber der Online-Konzession | ja, § 12a GSpG, bis 30. September 2027 | keine vergleichbare Klagewelle | ja, im Rahmen der hauseigenen Aktionen |
| LeoVegas | auf dem Markt präsent, ohne Konzession | nein | in Österreich als unzulässig behandelt | nein — Angebot hier unzulässig |
| Mr Green | auf dem Markt präsent, ohne Konzession | nein | rechtskräftige Verurteilung zur Rückzahlung 2022 | nein — Angebot hier unzulässig |
| Betway | auf dem Markt präsent, ohne Konzession | nein | in Österreich als unzulässig behandelt | nein — Angebot hier unzulässig |
| bet365 | auf dem Markt präsent, ohne Konzession | nein | in Österreich als unzulässig behandelt | nein — Angebot hier unzulässig |
| bet-at-home | auf dem Markt präsent, ohne Konzession | nein | OGH-Verfahren seit 2011, OLG Linz zugunsten Spielers | nein — Angebot hier unzulässig |
| Lottoland | auf dem Markt präsent, ohne Konzession | nein | in Österreich als unzulässig behandelt | nein — Angebot hier unzulässig |
| bwin | auf dem Markt präsent, ohne Konzession | nein | OGH-Urteil 2021: rund 73.000 Euro zurück | nein — Angebot hier unzulässig |
| Tipp3 | Sportwetten-Marke der Lotterien-Gruppe | nein (Online-Casino) | nur terrestrische Sportwetten-Lizenz | nein — keine Casino-Spiele online |
| Tipico | auf dem Markt präsent, ohne Konzession | nein | in Österreich als unzulässig behandelt | nein — Angebot hier unzulässig |
Wer in Österreich nach legalen Angeboten sucht, findet bei den in der Tabelle genannten Marken nur einen lizenzierten Betreiber. Für die anderen neun Anbieter gilt: Sie verfügen über keine österreichische Glücksspielkonzession, weshalb ihr Online-Casino-Angebot in Österreich unzulässig ist. Dieser Text erläutert daher ausschließlich die Rechtslage und das Regelwerk des einzigen Anbieters mit gültiger Erlaubnis.
Wie „Guthaben ohne Einzahlung“ in Österreich überhaupt funktioniert
Die Spielmechanik hinter einem „Casino Guthaben ohne Einzahlung“ ist im Inland wie überall: Ein Anbieter schreibt einem neuen oder bestehenden Konto einen Betrag gut, ohne dass der Spieler selbst Geld überweisen muss. Daraus ergibt sich der erste Konflikt mit der österreichischen Rechtslage — denn das Angebot selbst steht und fällt mit der Konzession, nicht mit der Mechanik.
Was win2day darunter versteht
win2day, betrieben von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft, vergibt Aktionen direkt im Konto. Es gibt Begrüßungsangebote für Neukunden, Free-Spins-Aktionen auf ausgewählten Spielen und gelegentliche Auflade-Boni für Stammkunden. Welche Aktion gerade läuft, wechselt — eine Liste „dieser Bonus gilt heute, dieser morgen“ veröffentlicht das Haus nicht dauerhaft. Wer eine konkrete Aktion sucht, schaut auf die Aktionsseite des Kontos nach dem Login. Was bleibt, ist der Rahmen: ein Bonus wird auf das Spielkonto gebucht, an Bedingungen geknüpft, und im Erfolgsfall ausgezahlt.
Warum „ohne Einzahlung“ bei den anderen Marken hier nicht funktioniert
LeoVegas, Mr Green, Betway, bet365, bet-at-home, Lottoland, bwin und Tipico werben in ihren Stammmärkten — Großbritannien, Malta, Gibraltar, Deutschland — mit No-Deposit-Boni. Für in Österreich wohnhafte Spieler gilt: Das Angebot selbst ist unzulässig, weil nur win2day die Online-Konzession hält. Wer sich dort anmeldet, schließt einen Vertrag, der nach der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs nichtig ist. Die Folge zeigt sich nicht beim Bonus, sondern später — bei der Auszahlung, im Streitfall oder wenn die Aufsicht dem Anbieter auf die Finger klopft.
Die Rechtslage: Konzession, OGH, Novelle
Wo die Konzession herkommt
Das Glücksspielgesetz definiert Online-Casinospiele als „elektronische Lotterien“ und ordnet sie unter § 12a GSpG als staatliches Monopol ein. Vergeben wird die Konzession vom Bundesministerium für Finanzen. Inhaber ist die Österreichische Lotterien Gesellschaft mit Sitz am Rennweg 44 in Wien; sie betreibt darüber win2day. Die Konzession läuft bis zum 30. September 2027.

Diese Konstruktion ist der Grund, warum Malta-Lizenzen und Gibraltar-Lizenzen hier nicht greifen: Eine ausländische Lizenz ordnet das Angebot im Sitzstaat des Anbieters, sie nimmt dem österreichischen Gesetz nicht seine Wirkung im Inland. Wer in Österreich wohnt und spielt, spielt unter österreichischem Recht.
Was die Gerichte daraus gemacht haben
Der Oberste Gerichtshof hat in zwei Entscheidungen aus dem Juni 2021 die Linie gezogen. Am 22. Juni 2021 (1 Ob 229/20p) erklärte er Spielverträge mit einem ausländischen Online-Casino für unwirksam; der Kläger erhielt eine Million Euro zurück. Am 25. Juni 2021 entschied der OGH zugunsten einer Frau aus dem Burgenland, die von bwin (ElectraWorks, Gibraltar) rund 73.000 Euro Spielverluste zurückholte. Die Berufung von Mr Green blieb im April 2022 erfolglos. Beim Verfahren gegen bet-at-home, das seit 2011 läuft und rund 950.000 Euro Verlustsumme betrifft, hat das Oberlandesgericht Linz zugunsten des Spielers entschieden; der OGH verwies die Sache mehrfach zurück.
Der Mechanismus ist folgender: Ist der Vertrag nichtig, schuldet der Spieler die bereits ausgezahlten Verluste nicht — der Anbieter muss sie zurückzahlen. Das gilt umgekehrt auch: Wer auf einem unzulässigen Anbieter gewonnen hat und sich auszahlen lässt, schuldet im Prinzip die Rückzahlung, weil auch die Gewinnübertragung auf einem nichtigen Vertrag beruht. Die Aufsicht verfolgt Anbieter, nicht Spieler — Bußgelder nach § 52 GSpG und strafrechtliche Schritte nach § 168 StGB zielen auf den Betrieb.
Was die Novelle bringt
Am 4. August 2026 hat das Bundesministerium für Finanzen den Gesetzesentwurf zur Novelle des Glücksspielgesetzes der Europäischen Kommission zur Notifizierung übermittelt. Danach gilt eine dreimonatige Stillhaltefrist; vor deren Ablauf kann keine parlamentarische Beschlussfassung erfolgen. Der Entwurf sieht eine unabhängige Aufsichtsbehörde und offen ausgeschriebene Online-Lizenzen mit fünfjähriger Laufzeit ab dem 1. Oktober 2027 vor. Bis dahin — und das ist der einzige Punkt, der hier sicher feststeht — bleibt es bei der Monopollösung. Wer auf den Entwurf spekuliert, spekuliert auf einen Text, der noch nicht beschlossen ist.
Spielerschutz: was win2day vorschreibt — und was nicht
Pflicht-Limits beim Spielen
Wer auf win2day spielt, legt vor dem ersten Einsatz ein Einzahlungslimit und ein tägliches Spieldauer-Limit fest. Das ist keine Empfehlung, sondern Voraussetzung für die Kontoeröffnung. Beide Limits gelten sofort nach der Festlegung.
Für Spieler bis zum vollendeten 26. Lebensjahr liegt das wöchentliche Einzahlungslimit bei maximal 250 Euro. Es wird jeden Freitag um 0:00 Uhr zurückgesetzt. Für Spieler ab 26 Jahren liegt das Standardlimit zwischen 1 Euro und 1.680 Euro pro Kalendermonat. Wer mehr einzahlen will, muss mindestens 26 Jahre alt sein, darf in den letzten zwölf Monaten keine Einschränkung gehabt haben, keine aktive Spielsperre führen und ein verifiziertes Konto vorweisen — die Identitätsbestätigung ist dann ohnehin Pflicht.
Eine Reduktion des Limits greift sofort. Eine Erhöhung erfordert eine Wartezeit von mindestens 24 Stunden, jede weitere frühestens nach 7 Tagen. Beim täglichen Spieldauer-Limit gilt eine Wartezeit von 72 Stunden vor jeder Erhöhung. Wer also am Sonntagabend das Limit hochsetzt, kann am Dienstagabend tatsächlich mehr spielen — vorher nicht.
Spielpause, Selbstsperre und MENTOR
Eine Spielpause lässt sich für das gesamte Konto oder für einzelne Spielbereiche setzen. Sie tritt sofort in Kraft, lässt sich nicht vorzeitig aufheben und endet automatisch nach Ablauf der gewählten Frist. Wer eine Selbstsperre aufheben will, wartet also auf das Fristende.
Daneben steht MENTOR als reflektierendes Werkzeug zur Verfügung. Es zeigt dem Kontoinhaber den finanziellen und zeitlichen Spielverlauf, ermöglicht eine Selbsteinschätzung im Vergleich zu anderen Nutzern und gibt Tipps — ohne dabei eine Einschränkung durchzusetzen. Wer seinen Konsum im Blick behalten will, ohne gleich eine Sperre zu setzen, findet hier den Einstieg.
Die Playsponsible-Initiative bündelt Informationen und begleitende Hilfe bei problematischem Spielverhalten. Sie ersetzt keine Therapie, aber sie nennt Wege dorthin.
Wo die Beratung sitzt
Die telefonische Beratung der Spielsuchthilfe ist unter (01) 544 13 57 von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 13.00 Uhr erreichbar. Persönliche Termine sind von Montag bis Samstag zwischen 8.00 und 20.00 Uhr möglich. Beide Angebote stehen österreichweit zur Verfügung, die Nummer ist eine Wiener Nummer, das Angebot nicht.
Was die Limits NICHT abdecken
Es gibt im Glücksspielgesetz keinen festen gesetzlichen Einsatz- oder Einzahlungshöchstbetrag. Die hier genannten Werte sind betreiberseitig festgelegt, nicht gesetzlich. Ein cross-operatives Limitsystem oder ein zentrales Sperrregister existiert nur im Entwurf der Novelle — also derzeit nicht. Wer auf win2day sein Limit setzt, hat es nur dort gesetzt. Bei ausländischen Anbietern, auf denen hier gar nicht gespielt werden sollte, gilt ohnehin anderes Recht.
Ein- und Auszahlungen: was bei win2day technisch läuft
Einzahlungswege
win2day akzeptiert Kreditkarten (Visa, MasterCard, Diners Club), EPS-Überweisung, Paysafecard, Google Pay, Apple Pay, PayPal und EuroBon. Kryptowährungen sind keine Option. Der Status jeder Einzahlung wird in „Durchgeführt“, „In Bearbeitung“ oder „Abgelehnt“ eingeteilt; die Anzeige im Konto zeigt den aktuellen Stand.
Wer mit dem Handy-Guthaben einzahlen will — also über die Mobilfunkrechnung oder ein Prepaid-Guthaben — findet auf win2day keine direkte Option. Paysafecard funktioniert als Prepaid-Lösung, ist aber kein Mobilfunk-Provider. Wer den Weg über die Handyrechnung gehen will, landet bei ausländischen Anbietern, und für die gilt der oben dargestellte Rechtsrahmen.
Auszahlungen
Auszahlungen gehen ausschließlich auf ein hinterlegtes Auszahlungskonto mit IBAN aus dem Europäischen Wirtschaftsraum. Wer ein Konto außerhalb des EWR hat, kann hier grundsätzlich nicht auszahlen lassen. Innerhalb des EWR weist win2day die Auszahlung im Regelfall innerhalb eines Werktages an; danach braucht die Bank ein bis zwei weitere Werktage, sodass das Geld insgesamt nach zwei bis drei Werktagen am Konto ist.
Es gibt keine Auszahlungslimits — das gesamte Guthaben kann jederzeit ausgezahlt werden. Ein- und Auszahlungen sind gebührenfrei. Vor der ersten Auszahlung muss die Identität positiv bestätigt sein; ohne diese Bestätigung wird nicht ausgezahlt.
Wann die Identitätsprüfung zuschlägt
Die Online-Identitätsprüfung läuft über ID Austria, Online-Banking, Foto-Ident mit Chip oder Video-Ident. Alternativ lässt sich die Identität offline an WINWIN-Standorten, in Kundencentern oder per Ident.Brief bestätigen. Die Prüfung ist zwingend vor der ersten Auszahlung, bei einer Limiterhöhung über 1.680 Euro monatlich und bei kumulierten Einzahlungen über 400 Euro ab 26 Jahren beziehungsweise über 250 Euro unter 26 Jahren. Anonym spielen geht hier nicht — und wer unter 18 ist, kann ohnehin kein Konto eröffnen.
Was ein Bonus auf win2day tatsächlich kostet
Der Mechanik auf den Zahn gefühlt
Ein Casino-Bonus sieht auf dem Werbeplakat aus wie ein Geschenk. In der Mechanik ist er ein Vorschuss, der durchgespielt werden muss, bevor er zu echtem Guthaben wird. Der Anbieter legt einen Bonusbetrag fest, schreibt ihn dem Konto gut, schreibt eine Umsatzbedingung dazu — und der Spieler setzt den Bonusbetrag so oft auf zulässigen Spielen, bis die Bedingung erfüllt ist. Erst danach wird der Bonus zu auszahlbarem Guthaben. Solange nicht, ist er ein Zahlenwert auf einer Anzeige.
Was „kostet“ der Bonus den Spieler? Nicht der Bonus selbst — das ist der eingesetzte Betrag mal die Anzahl der Runden, mal den Hausvorteil. Beispielrechnung: Wer einen Bonus von 50 Euro mit einer 30-fachen Umsatzbedingung bekommt, muss 1.500 Euro Umsatz erzeugen. Bei einem Spiel mit 96 Prozent Auszahlungsquote — also 4 Prozent Hausvorteil — liegt der erwartete Verlust bei rund 60 Euro. Das ist mehr als der Bonus selbst. Der „Gratis-Bonus“ kostet statistisch mehr, als er auf den ersten Blick einbringt.
Diese Rechnung gilt als statistische Größe über viele Spins. Sie verspricht keinen Gewinn und keine Auszahlung — sie beschreibt, was durchschnittlich passiert. Wer nach 50 Euro Bonus 1.500 Euro Umsatz spielt und zwischendurch deutlich gewinnt, hat einen anderen Verlauf als der Durchschnitt. Wer verliert, hat ebenfalls einen anderen Verlauf. Was die Rechnung zeigt, ist das Bild, das ein Anbieter zeichnen würde, wenn er ehrlich rechnet.
Was win2day im Einzelfall verlangt
Welcher konkrete Bonus gerade läuft, steht im Aktionsbereich des Kontos. Welcher Umsatzfaktor und welche Frist daran hängen, wird im Aktionsdetail erklärt. Einen einheitlichen, immer gleichen Faktor wie „immer 30-fach“ gibt es nicht — Aktionen sind unterschiedlich gestaltet, und der Spieler liest die Bedingungen, bevor er annimmt. Das ist der eine Moment, in dem sich der Gratismoment wirklich entscheidet: in den Bedingungen, nicht im Bonus selbst.
Was die Limits dabei bedeuten
Wer unter 26 ist, kann pro Woche höchstens 250 Euro einzahlen. Wer einen Bonus von 50 Euro bekommt und 1.500 Euro Umsatz erzeugen muss, hat das Limit-Thema in der Regel nicht im Weg — der Umsatz wird über Einsätze erzeugt, nicht über Einzahlungen. Wer über 26 ist und das Monatslimit auf 1.680 Euro gesetzt hat, kann trotzdem in einem Monat deutlich mehr umsetzen, weil Einsätze nicht 1:1 auf Einzahlungen liegen. Das Limit wirkt an der Einzahlung, nicht am Einsatz pro Spin.
Die Wartezeit von 72 Stunden vor einer Erhöhung des täglichen Spieldauer-Limits bedeutet: Wer am Sonntag das Limit hochsetzt, weil am Montag eine Bonusaktion startet, wird am Montag nicht erhöht spielen können. Die Erhöhung gilt frühestens am Mittwoch. Wer das nicht einplant, schenkt sich unter Umständen einen Aktionszeitraum.
Was die anderen Marken für Österreicher bedeuten
Was man über sie wissen kann — und was nicht
Die Marken LeoVegas, Mr Green, Betway, bet365, bet-at-home, Lottoland, bwin und Tipico sind in Österreich sichtbar — über Werbung, über Sponsoring, über Affiliate-Seiten. Sie haben in ihren Stammmärkten eigene Stärken: LeoVegas mit Casino-Spieltiefe, Betway und bet365 mit Sportwetten, bwin als großer europäischer Anbieter. Für österreichische Spieler ist das alles nicht entscheidend, weil ihr Angebot hier unzulässig ist. Was bleibt, sind die Daten, die das Impressum und die Lizenzregister hergeben — und das, was die österreichische Justiz aus diesen Anbietern gemacht hat.
LeoVegas
LeoVegas Gaming PLC sitzt in Sliema, Malta, und hält bei der britischen Gambling Commission unter Kontonummer 39198 aktive Fernglücksspiel-Lizenzen für Bingo, Casino und General Betting Standard. Für Österreich ändert das nichts: Eine britische Lizenz ordnet das Angebot in Großbritannien. Wer aus Österreich bei LeoVegas spielt, spielt ohne Konzession.
Mr Green
Mr Green wurde Ende 2021 in Österreich dazu verurteilt, einem im Inland wohnhaften Spieler die verlorenen Einsätze zurückzuzahlen, weil keine österreichische Glücksspielkonzession vorlag. Die Verurteilung wurde am 13. April 2022 rechtskräftig, nachdem die Berufung erfolglos blieb. Wer dort spielt, geht dieses Risiko ein.
Betway
Betway Limited sitzt in Gzira, Malta, und hält bei der britischen Gambling Commission unter Kontonummer 39372 aktive Fernglücksspiel-Lizenzen für Casino sowie General Betting Standard. Wieder: britische Lizenz, keine österreichische.
bet365
bet365 wird von Hillside (Gibraltar) Ltd betrieben und verfügt über die Remote-Glücksspiellizenzen RGL Nr. 76, 78, 129 und 130, die bet365 Casino und bet365 Sports abdecken. Gibraltar-Lizenz, keine österreichische Konzession.
bet-at-home
Das Verfahren gegen bet-at-home läuft seit 2011 und betrifft rund 950.000 Euro Online-Roulette-Verluste. Das Oberlandesgericht Linz entschied zugunsten des Spielers; der Oberste Gerichtshof verwies die Sache mehrfach an die erste Instanz zurück. Das Verfahren zeigt, wie langwierig diese Auseinandersetzungen sein können — und dass die Spielerseite durchaus gewinnt.
Lottoland
Lottoland wird von EU Lotto Ltd betrieben, Sitz in Gibraltar, und hält die Lizenzen Betting RGL Nr. 066 und Gaming RGL Nr. 085, die auch Lottohelden und Sorte Online abdecken. Auch hier: Gibraltar, kein Österreich.
bwin
Der OGH entschied am 25. Juni 2021, dass Spielverträge mit unlizenzierten Online-Glücksspielanbietern nichtig sind; eine Frau aus dem Burgenland erhielt daraufhin von ElectraWorks (Marke bwin) rund 73.000 Euro Spielverluste zurück. Das ist die gerichtliche Bestätigung: Wer bei bwin aus Österreich spielt, kann sein Geld zurückholen.
Tipico
Tipico Group Ltd. ist eine Gesellschaft maltesischen Rechts mit Sitz in St. Julian’s. Die Malta-Lizenz ordnet das Angebot im Inland; für Österreich ändert sie nichts.
Tipp3 — der Sonderfall
Tipp3 gehört zur Österreichische Lotterien-Gruppe, wird von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft betrieben und hat eine terrestrische Sportwetten-Lizenz nach dem niederösterreichischen Wettgesetz. Sportwetten sind Ländersache, nicht Bundessache. Online-Casino-Spiele der Gruppe laufen ausschließlich auf win2day. Tipp3 ist kein Online-Casino und wird hier auch nicht als eines dargestellt.
Wer wo spielen sollte — und wer nicht
Die Frage klingt nach Empfehlung, hat aber eine klare Antwort: Wer in Österreich wohnt und im Inland Online-Casinospiele spielen will, hat genau eine Option. Wer auf einer der ausländischen Plattformen spielt, hat im Streitfall die besseren Karten, als er vielleicht denkt — die Gerichte entscheiden seit 2021 zugunsten der Spieler. Wer das Risiko scheut, spielt dort, wo die Konzession liegt. Wer auswandert, hat eine andere Rechtslage.
Was die Seite leistet: Sie nennt die Regeln und zeigt, was am anderen Ende passiert, wenn man sie nicht beachtet. Sie schreibt keine Empfehlung, weil das Glücksspielgesetz hier keinen Raum für eine Auswahl lässt, die über die Konzessionsfrage hinausgeht. Sie zeigt, dass die Werbung, die man im Netz findet, mit der österreichischen Realität wenig zu tun hat.
Häufige Fragen
Wo gibt es gratis Guthaben für Online-Casinos?
In Österreich ausschließlich bei win2day, weil dort die einzige Online-Konzession liegt. Alle anderen Anbieter — egal mit welcher Lizenz — sind hier unzulässig, und No-Deposit-Boni ausländischer Marken greifen unter österreichischem Recht nicht.
Welche Online-Casinos bieten Gratis-Guthaben an?
Im österreichischen Rahmen nur win2day, im Rahmen seiner Aktionen. Welche Aktion gerade läuft, wechselt; die konkrete Liste steht im Aktionsbereich nach dem Login, nicht auf einer dauerhaft einsehbaren Seite.
Welche Online-Casinos bieten Guthaben an?
Nur win2day für Casino-Spiele im Internet. Marken wie LeoVegas, Mr Green, Betway, bet365, bet-at-home, Lottoland, bwin und Tipico bieten in ihren Stammmärkten Boni an, nicht aber für österreichische Spieler im Inland.
Ist „Casino Guthaben ohne Einzahlung Österreich“ legal?
Der Bonus als Mechanik ist nicht verboten — verboten ist das Angebot selbst auf jedem Anbieter ohne österreichische Konzession. Wer bei win2day spielt, bewegt sich innerhalb der Regeln. Wer auf ausländischen Plattformen spielt, schließt einen Vertrag, der nach OGH-Rechtsprechung nichtig ist.
Welcher Anbieter hat in Österreich eine Konzession für Online-Glücksspiel?
Nur die Österreichische Lotterien Gesellschaft mit win2day, auf Grundlage von § 12a GSpG. Die Konzession läuft bis zum 30. September 2027; danach könnte eine Novelle neue Lizenzen vergeben, der Entwurf ist aber noch nicht beschlossen.
Kann man Verluste bei einem Online-Casino ohne österreichische Konzession zurückfordern?
Ja, nach der OGH-Rechtsprechung aus 2021 sind solche Verträge nichtig, und die Spielerseite hat in mehreren Fällen erfolgreich Rückzahlung verlangt — eine Million Euro in einem Fall, rund 73.000 Euro im Fall bwin, mehrere Hunderttausend im Fall bet-at-home. Das Verfahren kann Jahre dauern.
